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Hintergrund: Die Schule der Freundschaft - Escola da Amizade

 

Vor 40 Jahren wurde am 16. September 1982 die Schule der Freundschaft feierlich eröffnet. 

Die Stadt Staßfurt, in Sachsen-Anhalt, wurde im Jahr 1982 plötzlich um 900 Kinder reicher. Es handelt sich dabei um Schüler aus Mosambik die im Alter von 12-14 Jahren in der Schule der Freundschaft - einer Plattenbausiedlung am Rande der Stadt-untergebracht wurden. Grundlage war der 1979 unterzeichnete Staatsvertrag zwischen der DDR und der Volksrepublik Mosambik. Darauffolgend wurde am 29. Oktober 1981 das Abkommen über die „Weiterführung der Allgemeinbildung und Anschließende Berufsausbildung mosambikanischer Schüler in der Deutschen Demokratischen Republik ‘unterzeichnet. Ab 1995 beherbergte das Schulinternat zusätzlich ca. 400 Kinder aus Namibia. Die Schule sollte als Vorzeigeobjekt der internationalen Solidarität der DDR dienen.

Wir wollen 40 Jahre danach die Wege dieser Menschen nachzeichnen und ihnen einem Gesicht und eine Stimme geben in dem wir sie zu Wort kommen lassen. „Ich bin doch kein Projekt, ich bin ein Mensch!“ erklärt, ein ehemaliger Absolvent der Schule der Freundschaft der noch in Deutschland lebt. 

Unter Mitwirkung von Zeitzeugen (Initiatoren und Ideengeber der Tagung), Wissenschaftlern, Medienmachern, Politikern, Staßfurtern sowie Interessierte Öffentlichkeit, möchten wir in Impulsvorträgen, Podiumsgesprächen und Workshops anlässlich dieses Jahrestages unterschiedliche Perspektiven beleuchten, gemeinsam reflektieren aber auch solidarisch feiern. Im Vordergrund der Aufarbeitung stehen neben der Kultur der Erinnerung und Anerkennung auch die Reflektion über die Kindheit von Menschen Afrikanischer Herkunft in der DDR, die Entwicklungszusammenarbeit der DDR mit den ehem. „Bruderstaaten“ und die Lehren, welche man über die Entwicklungsprojekte im Allgemeinen ziehen kann. 

 

Die Tagung ist auch eine Aufarbeitung der DDR-Afrika-Beziehungen, deren Wirkung sich bis in die Gegenwart manifestiert.

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